Leoni (31) und Peter (30)

Vor der Therapie:

LEONI:

Ich bin 31 Jahre alt. Seit 13 Jahren bin ich mit meinem Ehemann zusammen. Davon im dritten Jahr verheiratet.

Mein Mann ist und war der einzige Mann mit dem ich je intim war und mit dem ich meine ersten sexuellen Erfahrungen gemacht habe.

Kurz vor meinem 18ten Lebensjahr sind wir zusammen gekomen, da nahm ich schon 3 Jahre die Pille aufgrund von starken Menstruationsproblemen. Das Einführen von Tampons wurde mir nie gezeigt und beim Selbstversuch empfand ich Schmerzen. Der Wille war immer da aber die Angst/Blockade immer größer.

Den ersten Besuch bei einer Frauenärztin so glaube ich mittlerweile, war ein für mich bedeutungsvolles Erlebnis. Ohne mich darauf vorzubereiten ging meine Mutter mit mir zu einer Frauenärztin. DIese war dann auch wenig einfühlsam. Es gab keinerlei Aufklärung ihrerseits, was nun auf mich zukommen würde, ich musste mich frei machen und sie führte die Untersuchung durch ohne mich darauf vorzubereiten. Wie nicht anders zu erwarten, empfand ich dabei große Schmerzen. Ich brach darauf die Untersuchung ab und ging. Zu dieser Ärztin ging ich nie wieder. Im Laufe der Jahre war ich bei verschiedenen Frauenärztinnen, die auch wenig einfühlsam waren und bei denen ich mir immer wieder Äußerungen wie „Stellen Sie sich nicht so an!“, „Sie kriegen hier gerade kein Kind!“ oder „Kein Mann bleibt bei jemandem wie Ihnen!“ anhören durfte.

Schließlich wechselte ich zu einem Frauenarzt, bei dem ich mich wohl fühle, auch wenn die Untersuchungen immer noch wenig angenehm sind. Aber ich lasse sie durchführen. Allerdings immer mit großem Schamgefühl, da ich immer noch Jungfrau bin. Er meinte, ich sollte ich operieren lassen um meine Vagina zu weiten, da ansonsten alles in Ordnung sei.  Jedoch sagte ich mir, dass es irgendwann schon klappen wird mit dem ersten Sex. Das ist jetzt gute 10 Monate her, aber immer noch nicht passiert.

Wir versuchen es immer wieder, doch sobald es ernst wird und wir den Penis einführen wollen, scheint irgendwas in mir zu blockieren und wir führen es nicht zu Ende. Mein Mann und ich wünschen uns so sehr ein Kind. Es gibt zur Zeit kaum ein anderes Thema, welches so brisant ist. Aufgrund meiner leichten Schilddrüsenunterfunktion habe ich gelesen, dass Frauen mit dieser Krankheit es schwerer haben schwanger zu werden. Dies belastet mich zudem auch noch und ich kann mich nicht locker machen und entspannen.

Dazu kommt, dass ich als Erzieherin mit Kindern im Alter von 2-6 Jahren arbeite und so auch im Arbeitsleben täglich mit meinem Kinderwunsch konfrontiert werde. Vor einiger Zeit haben wir erfahren, dass unsere besten Freunde Eltern werden. Das belastet vor allem mich enorm. Ich kann mich nicht wirklich mit den beiden freuen, da ich so neidisch bin. Das belastet mich, da ich eigentlich nicht so sein möchte. Ich möchte mich für unsere Freunde freuen können.

Durch das recherchieren von meinem Problem, sind wir auf ihre Praxis gestoßen. Mein Mann und ich waren uns sofort einig, dass wir Sie aufsuchen wollen. Wir hoffen, dass Sie uns helfen können.

 

PETER: 

Ich bin 30 Jahre alt und seit 2014 mit meiner Frau verheiratet.

Meine Frau und ich sind seit 2004 ein Paar und sie ist meine einzige Sexualpartnerin gewesen. Seit circa 10 Monaten versuchen wir es intensiver miteinander zu schlafen. In den Jahren zuvor hatten wir uns auf verschiedenen anderen Wegen befriedigt und das Thema Sex so in den Hintergrund gedrängt.

Nun besteht seit circa 10 Monaten bei uns beiden der intensive Kinderwunsch und somit auch der Wunsch miteinander zu schlafen.

Immer wenn wir seitdem intim werden und miteinander schlafen möchten, habe ich das Gefühl, dass wir beide ab dem Moment, wo der Penis eingeführt wird verkrampfen und es dementsprechend an dieser Stelle abgebrochen wird.

Ich habe Schwierigkeiten meinen Penis einzuführen, da ich glaube, dass ich auch sehr ungeschickt vorgehe und mir unsicher bin, wie ich vorzugehen habe, um es für uns beide am angenehmsten anzustellen. Dies liegt denke ich vor allem daran, dass ich in dieser Hinsicht noch unerfahren bin. Ich mache mir dann sehr viele Gedanken, wie ich es am besten hinkriegen kann und schaffe es dann nicht.

Wir sprechen sehr offen darüber, wie die Situation für uns beide ist und nehmen uns dann auch vor, dass wir es beim nächsten Mal schaffen, aber dann ist es wieder so, dass ich es nicht schaffe den Penis einzuführen. Da wir beide es nun aber unbedingt schaffen wollen und gemeinsam ein Kind haben wollen, ist die Situation sehr schwer für uns.

Meine hat mir natürlich über ihre Erfahrungen bei ihren Frauenärzten gesprochen und ich habe das starke Gefühl, dass dies ein Grund ist, warum sie in diesen Situationen verkrampft. Bei mir liegt die Verkrampfung glaube ich eher an meiner Unerfahrenheit.

Nach der Therapie – ersten Tag

PETER:

In erster Linie bin ich sehr stolz auf Leoni!! Das ist das vorwiegende Gefühl, welches ich habe. Ich war zwar von Beginn an sehr hoffnungsvoll, aber dass es so toll läuft, hätte ich nicht erwartet. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, wenn wir weiter dran bleiben. Auch für mich persönlich war es sehr hilfreich, mit jemand Drittem über meine Drucksituation, die ich mir selbst erzeuge zu sprechen. Ich habe mich verstanden gefühlt und bin Ihnen sehr dankbar.

LEONI:

Da ich schon mit sehr hoher Erwartung an den Termin heran gegangen bin, bin ich umso erfreuter, dass meine Erwartungen erfüllt wurden. Nachdem für mich sehr klärenden und auch aufklärenden Gespräch mit Ihnen über meine Schwierigkeiten und meine Anatomie, habe ich das Gefühl nun deutlich mehr zu wissen. Ich fühlte mich in ihrer Praxis und bei Ihnen sehr wohl und verstanden. Nach dem gemeinsamen Üben, ging ich voller Euphorie aus ihrer Praxis, um im Hotel noch einmal selbst zu üben. Das Einführen der kleinsten Größe erfolgte auf Anhieb und war ohne Schmerz. Beim Einführen der zweiten Größe hatte ich anfangs Schwierigkeiten, doch durch die Motivation meines Mannes klappte auch dies. Zunächst aber mit einem Druckgefühl und Brennen im Intimbereich. Danach probierte ich es direkt ein weiteres Mal. Dies klappte deutlich besser. Ich freue mich auf den morgigen Termin.

Nach der Therapie

Wie besprochen, schicken wir Ihnen unseren Erfahrungsbericht im Anschluss an den zweiten Termin.

Ich habe von Freitag bis Sonntag zwei Mal am Tag mit allen vier Pelotten geübt und wurde von mal zu mal sicherer und das Einführen sowohl im Stehen als auch im Liegen tat weniger weh. Etwas schmerzhaft ist die vierte Pelotte noch.

Am Sonntagabend haben wir dann recht spontan miteinander geschlafen. Ich hatte anfangs etwas Verkrampfungen beim Einführen des Penis. Es tat zwar erwartungsgemäß etwas weh aber es klappte. Wir können es gar nicht glauben, dass es so schnell geklappt hat und sind überglücklich.

Ich übe weiterhin jeden Tag mit den Pelotten und es klappt von Tag zu Tag besser. Wir freuen uns auf das weitere gemeinsame üben und hoffen, unserem Kinderwunsch näher zu kommen.

Wir können nur jedem Paar mit einer ähnlichen Problematik empfehlen, die Vaginismustherapie bei Ihnen durchzuführen. Wir hätten nie gedacht, dass es so schnell klappt.