Katie (20) und Alex (20)

Ich bin 20 Jahre alt und möchte von meiner Vaginismustherapie bei Frau Dr. Julia Reeve berichten. Ich hatte schon seit meiner Pubertät Probleme, die dem Vaginismus entsprechen, konnte sie mir aber nie erklären.

Bei einer Vorlesung in der Uni habe ich dann zum ersten Mal von Vaginismus gehört.

Verschiedene Erfahrungen ließen mich vermuten, dass ich betroffen bin. Ich habe es zum Beispiel noch nie geschafft, einen Tampon zu benutzen, weil ich immer auf einen Widerstand gestoßen bin. Je fester ich es versucht habe, desto schmerzhafter wurde es. Auch bei dem Gedanken daran, einen Tampon einzuführen, wurde mir übel, was ich mir aber damit erklärt habe, dass ich kein Blut sehen kann. Meine Mutter und auch Freundinnen haben mir immer wieder Tipps gegeben, wie ich es versuchen könnte, aber es hat nie funktioniert.

Als ich das erste Mal bei einer Frauenärztin war, sagte sie mir, dass mein Jungfernhäutchen zu fest und eng wäre, und ich deswegen schmerzen beim Einführen eines Tampons hätte. Sie versuchte dann ihren Finger einzuführen, wobei ich sehr starke Schmerzen hatte, woraufhin sie mir empfiehl, das Häutchen operativ aufschneiden zu lassen. Das habe ich aber nie machen lassen, weil ich dachte, dass es bestimmt auch einen anderen Weg gäbe.

Mit meinem Freund bin ich seit vier Jahren zusammen und wir haben es nie geschafft, Sex mit Penetration zu haben. Gescheiterte Versuche haben uns beide oftmals frustriert.

Auch unterbewusst hat mich Vaginismus wohl emotional belastet. Ich hatte oft Probleme mit Eifersucht, da ich Angst hatte, meinen Freund zu verlieren. Besonders schlimm war es für mich am Anfang unserer Fernbeziehung, als wir uns nicht mehr so oft gesehen haben und ich die Leute, mit denen er zu tun hatte, nicht kannte.

Woher mein Vaginismus kommt, kann ich mir immer noch nicht erklären, denn ich kann mich an kein Erlebnis erinnern, was den Vaginismus in mir ausgelöst haben könnte. Frau Dr. Reeve hat mir aber bestätigt, dass es nicht unbedingt einen Grund geben muss. Dass sich der Beckenbodenmuskel reflexartig anspannt, wie es beim Vaginismus der Fall ist, kann man auch evolutionär begründen, da er sich zum Beispiel auch beim Husten oder Niesen anspannt und so die Ausgänge von Harnröhre und After verschließt.

Bei meiner Recherche zum Thema bin ich dann auf die Therapie bei Frau Dr. Reeve gestoßen. Ich habe meinem Freund sofort davon erzählt und ihm die Webseite mit den Erfahrungsberichten gezeigt. Auch er konnte sich mit den Erfahrungsberichten identifizieren und hat mich ermutigt einen Termin bei Frau Dr. Reeve zu vereinbaren.

Vor der Therapie war ich angespannt, aber auch voller Hoffnung. Ich war sehr froh darüber, meinen Freund jeden Tag dabei zu haben und die Erfahrungen mit ihm zu teilen.

Am ersten Therapietag ging es vor Allem ums Verstehen. Frau Dr. Reeve hat uns die weibliche Anatomie erklärt und erläutert, wie es zum Krampf beim Vaginismus kommt. Allein dieses Verständnis hat in mir schon viele Blockaden gelöst und beim anschließenden Üben mit den Pelotten konnte ich unter Anleitung von Frau Dr. Reeve schon die kleinste Pelotte einführen. Das Ultraschallbild war eine große Hilfe um zu erkennen, wo sich die Pelotte befindet und ich konnte meine Erfolge direkt sehen. Das „zu enge“ Jungfernhäutchen machte keinerlei Probleme.

Auch am zweiten Therapietag haben wir meinen Vaginismus weiter erörtert und anschließend geübt. Die größeren Pelotten fielen mir anfangs schwerer, aber Frau Dr. Reeve hat mich toll motiviert und auch meinen Freund eingebunden. Sie hat ihm beigebracht, wie er mich beim Üben zuhause motivieren und unterstützen kann.

Als wir am dritten Tag die Therapie abgeschlossen haben, hatte ich auch die größte Pelotte eingeführt und bei den kleineren kaum noch Probleme gehabt. Es war ein tolles Gefühl. Ich fühlte mich bestärkt, als wir die Praxis verließen, und war gespannt auf meinen weiteren Weg.

Nachdem ich es einmal geschafft hatte, alle Pelotten einzuführen, ist es mir immer wieder gelungen. Jedes Mal ging es etwas leichter. Irgendwann haben wir damit angefangen, dass mein Freund die kleineren Pelotten eingeführt hat, nachdem ich schon mit allen geübt hatte. Zwei Wochen nach der Therapie sind wir in den Urlaub gefahren und nach dem Üben hatten wir ganz spontan und ohne Druck Sex. Zunächst ging es nur sehr langsam und ich hatte auch zwischendurch noch Schmerzen, aber ich konnte mich immer mehr entspannen.

Dieses Erlebnis war für uns beide sehr emotional und schön. Wir waren einfach nur glücklich und stolz. In den nächsten Tagen hatten wir wieder Sex und es ging jedes Mal einfacher und mit weniger Schmerzen.

 

Ganz ohne Unbehagen funktioniert es bei mir noch nicht, aber vor einem Monat konnte ich nicht mal einen Tampon einführen. Ich freue mich über das, was ich schon geschafft habe und bin motiviert, weiter zu üben.

Ich bin mir sicher, dass jede Frau mit Vaginismus bei Frau Dr. Reeve Hilfe findet.